Freitag, 25. September 2020

Afrika: Über 30 Millionen Menschen von Hunger bedroht



Malteser Hilfsdienst e.V.
IBAN: DE 1037 0601 2012 0120 0012
S.W.I.F.T.: GENODED 1PA7
Stichwort:
 "Hunger Afrika"
Oder online: www.malteser.de

Köln. Durch die Corona-Pandemie spitzt sich die bestehende Hungerkrise in mehreren afrikanischen Ländern extrem zu. Allein in der zentralafrikanischen DR Kongo sind derzeit laut den Vereinten Nationen 22 Millionen Menschen akut von Hunger bedroht. Im Südsudan betrifft die Hungerkrise mittlerweile über die Hälfte der Bevölkerung, rund 6,5 Millionen Menschen, und im westafrikanischen Nigeria sind es 4,3 Millionen.

Roland Hansen, Leiter der Afrikaabteilung bei Malteser International, sagt: „Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie treffen weite Teile der Bevölkerung hart und unmittelbar. Lebensmittelpreise steigen, Tagelöhner haben aufgrund von Ausgangssperren ihre Arbeit verloren. Bereits vor der Pandemie gab es in diesen Ländern Hungerkrisen, die vor allem durch Konflikte verursacht wurden. Hinzu kommen immer häufiger auftretende Überflutungen, Dürren und Heuschreckenplagen als Folgen des Klimawandels, die die Ernten zerstören. Diese multiplen Krisen können die Menschen in der DR Kongo, in Nigeria und im Südsudan auf keinen Fall allein meistern, sie brauchen dringend unsere Hilfe.“ Die Malteser bauen ihre humanitäre Hilfe in diesen Ländern bereits aus und werden dabei von der Bundesregierung unterstützt.

„Es bedarf jetzt noch wesentlich stärkerer Anstrengungen, um ein Abgleiten in die Katastrophe zu vermeiden. Vor allem weil der Gipfel der COVID-Pandemie in Afrika noch lange nicht erreicht ist“, sagt Hansen.

 

Die Malteser sind bereits seit 1996 in der DR Kongo und auf dem Gebiet des heutigen Südsudan tätig und unterstützen die Gesundheitseinrichtungen im medizinischen Bereich, in der Wasser- und Sanitärversorgung und Hygiene. Außerdem werden unterernährte Kinder mit Zusatznahrung behandelt. In Trainings lernen die Menschen bessere Anbaumethoden und sie erhalten Saatgut. In Nigeria versorgt die Hilfsorganisation die Menschen seit 2017 mit sauberem Wasser und führt Hygieneschulungen durch.

 

Die Malteser rufen dringend zu Spenden für die Menschen in den betroffenen afrikanischen Ländern auf:

Malteser Hilfsdienst e.V.
IBAN: DE 1037 0601 2012 0120 0012
S.W.I.F.T.: GENODED 1PA7
Stichwort:
 "Hunger Afrika"
Oder online: www.malteser.de

 

 

Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in über 100 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Herkunft oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org   

Mittwoch, 23. September 2020

Deutsche träumen von mehr Wir-Gefühl

 

"Ökologische Regionalisierung", eines von sechs Zukunftsszenarien der Wertestudie Copyright: BMBF



Berlin, 23. September 2020 - Mehr Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und weniger Egoismus – rund 70 Prozent der Befragten wünschen sich, dass soziale und gemeinschaftliche Werte zukünftig in unserer Gesellschaft wichtiger werden. Dies ergab die neue Wertestudie, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Strategischen Vorausschau in Auftrag gegeben wurde. Teil dieser Studie waren mehrere vom Institut Allensbach durchgeführte repräsentative Befragungen mit jeweils 1.300 Teilnehmenden.

Bei der Frage nach den eigenen und persönlichen Werten gaben die meisten an, dass enge soziale Beziehungen für sie eine große Rolle spielen (85 Prozent). Materielle und erfolgsbezogene Werte sind den Deutschen hingegen deutlich weniger wichtig: Mit 54 Prozent Zustimmung steht „Erfolg im Beruf“ gerade einmal an achter Stelle der 21 Antwortmöglichkeiten, „Materieller Wohlstand“ mit 40 Prozent sogar nur auf Rang 16.

Diese hohe Bedeutung enger sozialer Beziehungen findet sich allerdings laut Ansicht der Befragten nicht in der Gesellschaft wieder: 76 Prozent der Bürgerinnen und Bürger geben an, dass gesamtgesellschaftlich eher materieller Wohlstand wichtig sei, gefolgt von beruflichem Erfolg (68 Prozent). Gleichzeitig äußern sie klar den Wunsch nach Veränderung: Die von ihnen wahrgenommene Kluft zwischen persönlichen und gesellschaftlich vorherrschenden Werten wird nicht einfach hingenommen, sondern sie möchten das, was ihnen persönlich wichtig ist, auch in eine zukünftige Gesellschaft mitnehmen.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek dazu: „In einer Welt, die sich immer schneller verändert, wünschen sich die Menschen mehr Zusammenhalt. Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass eine Gesellschaft zusammenhält und die Menschen aufeinander Rücksicht nehmen. Ungebrochen und über unterschiedliche sozioökonomische Hintergründe hinweg sind den Menschen in unserem Land vor allem soziale Kontakte, Familie und Freunde wichtig. Auch wenn es um die Vermittlung von Werten geht, sind Eltern, Freundschaften, Partnerschaften, Schule und Arbeitswelt immer noch die wichtigsten Instanzen, die Orientierung vermitteln. Dort, wo wir uns nahestehen und gemeinsam lernen und arbeiten, ist der Zusammenhalt groß. Das stärkere Wir-Gefühl, das sich die Menschen für die Zukunft nach der Studie grundsätzlich wünschen, macht Mut für die Zukunft der Gesellschaft und die Zukunft unseres Landes.“

„Wertvorstellungen, wie sie heute vorhanden sind, prägen maßgeblich die Zukunft.

Die Einblicke in die Wertvorstellungen der deutschen Gesellschaft sind die Grundlage für das BMBF-Projekt Strategische Vorausschau, das aufgrund dieser Tendenzen Zukunftsszenarien entwickelt und durchleuchtet. „Wertvorstellungen, wie sie heute vorhanden sind, prägen maßgeblich die Zukunft mit. Werte formen Gesellschaften, also auch zukünftige Gesellschaften, und die Gesellschaften wiederum formen dann auch wieder die Werte“, erläutert Dr. Christian Grünwald, Projektleiter des Zukunftsbüros, das die Wertestudie konzipiert und durchgeführt hat.

Mithilfe der sogenannten Szenario-Technik – einer Foresight-Methode – wurden Szenarien aufgestellt, die beleuchten, wie sich unterschiedliche globale Veränderungen auf diese Wertelandschaft auswirken könnten. „Die Tatsache, dass die Zukunft offen ist, heißt, wir müssen eigentlich umso mehr antizipieren, was sie sein könnte, in welche Richtung sie sich entwickeln könnte. Das heißt, wir wollen in Alternativen denken, diese Möglichkeitsräume auch öffnen und dann rückkoppeln an das: ‚Was müssen wir heute tun, damit wir uns in diese Richtung entwickeln können?‘“, erklärt Cornelia Daheim, Vorsitzende des Zukunftskreises. Der Zukunftskreis ist ein für die Strategische Vorausschau gebildetes Gremium aus 17 Expertinnen und Strategen verschiedener Disziplinen, die das BMBF zu Zukunftsfragen beraten. Eine Auswahl von sechs Szenarien wurde ausführlich ausgearbeitet: Die Ergebnisse erstrecken sich von einer erstarkten EU über ein dominierendes ökologisches Leitbild als Reaktion auf den Klimawandel bis hin zu einer Wiederkehr der politischen Blockstaaten.


Bundesforschungsministerin 

Anja Karliczek 


Copyright:

BMBF/Laurence Chaperon


Pressekontakt
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KiKA zeigt, wie es geht – Fraunhofer IAIS verschenkt 1000 »Calliope mini« an Grundschulkinder

 

 
Programmieren für den Weltraum mit »Code4Space«

   
   
   
21. September 2020
KiKA zeigt, wie es geht – Fraunhofer IAIS verschenkt 1000 »Calliope mini« an Grundschulkinder

   
   
 
Im Wettbewerb »Code4Space« entwickeln Grundschüler*innen Experimente für den realen Einsatz auf der Internationalen Raumstation (ISS). Nach dem Start des neuen Schuljahres verschenkt das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS ab sofort 1000 »Calliope mini«-Computer an Grundschulkinder in Deutschland. So können Teams – von zuhause oder dem Klassenzimmer aus – noch leichter an Code4Space teilnehmen. Am 19. September berichtete die KiKA-Sendung »Timster« über den Wettbewerb, den das Fraunhofer IAIS gemeinsam mit der Stiftung erste deutsche Astronautin gGmbH ausrichtet.

Wenn das Museum zum Experimentierlabor und das Klassenzimmer zum Missionskontrollzentrum wird – der Wettbewerb Code4Space, den das Fraunhofer IAIS und die Stiftung erste deutsche Astronautin gGmbH im März gestartet haben, nimmt Grundschulkinder mit auf Weltraummission. Damit sich noch mehr Kinder – ob zuhause, in der Schule oder im »Mischbetrieb« – bis Ende des Jahres beteiligen können, verschenkt das Fraunhofer IAIS auf www.roberta4home.de ab sofort 1000 Mikrocontroller Calliope mini an Grundschulkinder ab Klasse 3 in ganz Deutschland.

KiKA-Sendung »Timster« gibt Einblick in Code4Space

Mit der Fraunhofer-Programmierplattform »Open Roberta Lab« und dem Calliope mini können Grundschul-Teams ab Klasse 3 Ideen für Code4Space entwickeln und spielerisch selbst programmieren, wie zum Beispiel einen Countdown zum Raketenstart oder einen blinkenden Sternenhimmel. Über www.code4space.org haben die Kinder und ihre Mentor*innen die Möglichkeit, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Das beste Experiment fliegt zur ISS, wo die Astronaut*innen es ausführen.

Wie die Code4Space-Experimente aussehen könnten, zeigte am Samstag, 19. September, das Medienmagazin »Timster« auf dem Kinderkanal (KiKA). In der Folge, die ab sofort in der Mediathek auf kika.de verfügbar ist, besuchte das Timster-Team den »Open Roberta Coding Hub« im Deutschen Museum Bonn. Dort präsentierte ein Team der Grundschule Bonn Medinghoven erste Programmierideen für den Wettbewerb. Zudem gab die Astronautin Dr. Suzanna Randall von der Stiftung erste deutsche Astronautin einen spannenden Einblick in ihr faszinierendes Berufsfeld und den Wettbewerb.

Berührungsängste abbauen, Vorbilder sein

»Mit Code4Space wollen wir Berührungsängste abbauen und auch Vorbilder sein. Vor allem jungen Mädchen wollen wir vermitteln, wie weit sie eine mögliche Laufbahn in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) führen kann«, erklärt Dr. Suzanna Randall. Die Astrophysikerin hatte sich vor zwei Jahren bei der Ausschreibung der Stiftung erste deutsche Astronautin als eine von zwei Astronautinnen durchgesetzt und durchläuft seither zusammen mit ihrer Kollegin Dr. Insa Thiele-Eich ein Astronaut*innen-Training, um möglicherweise als erste deutsche Frau in den Weltraum zu fliegen.

Indem sie für Code4Space praxisnah programmieren und experimentieren, entdecken Kinder »hands-on«, wie eng das Programmieren und weitere MINT-Kenntnisse mit der Arbeit von Astronaut*innen verzahnt sind. Das Experiment der Code4Space-Gewinner*innen fliegt mit Unterstützung der Google Zukunftswerkstatt auf die ISS. Google.org, der philanthropische Arm des Unternehmens, unterstützt den Wettbewerb bis zum Raketenflug.

Los geht’s! Kostenfreie Calliope mini und neuer Code4Space-Onlinekurs

»Sollten aufgrund der schwankenden Risikolage von Corona stellenweise Schulen schließen müssen, können sich Lehrkräfte und weitere Betreuungspersonen mit ihren Teams auch von zuhause aus auf den Wettbewerb vorbereiten«, sagt Thorsten Leimbach, Geschäftsfeldleiter Smart Coding and Learning am Fraunhofer IAIS und Co-Initiator von Code4Space. Dafür hat das Fraunhofer IAIS gemeinsam mit Dr. Suzanna Randall und Dr. Carmen Köhler von der Stiftung erste deutsche Astronautin einen kostenfreien Onlinekurs produziert, der ab sofort auf www.code4space.org verfügbar ist.

Der Besitz eines Calliope mini ist dank kostenfreier Simulation im Open Roberta Lab zur Teilnahme nicht zwingend notwendig, erhöht aber den Spaß am Tüfteln. Mit der Spendenaktion der 1000 Calliope mini setzt das Fraunhofer IAIS deshalb sein Projekt »Roberta4Home« fort und unterstützt zugleich den Wettbewerb. Bereits im April hatte Fraunhofer IAIS gemeinsam mit der Kompetenzplattform KI.NRW Grundschulhaushalte in NRW beim Lehren und Lernen während der Schulschließungen mit rund 1000 Calliope mini unterstützt. Jetzt wird das Projekt bundesweit ausgerollt.

Grundschulhaushalte, die sich für einen kostenfreien Calliope mini interessieren, können sich, unabhängig von einer Teilnahme am Wettbewerb, bis einschließlich 31. Oktober 2020 über www.roberta4home.de dafür anmelden. »Erste Programmierideen können einfach als Video, in Form von Fotos, Zeichnungen oder Beschreibungen in Textform über ein Online-Formular eingereicht werden«, erklärt Thorsten Leimbach. »Geeignete Einsendungen bekommen je einen Calliope mini nach Hause geschickt und können bei Interesse direkt mit dem Programmieren und der Ausarbeitung ihrer Code4Space-Ideen loslegen.«

Jetzt um einen Calliope mini bewerben!

    Infos und Teilnahmeformular    
    Zur Presseinformation    
   
         
         
   
Weitere Informationen

   
   

 
Infos zum Wettbewerb Code4Space: www.code4space.org
Fraunhofer IAIS: www.iais.fraunhofer.de
Stiftung erste deutsche Astronautin: www.dieastronautin.de
Zum Code4Space-Beitrag im KiKA: www.kika.de

   
     

Neue Bewerbungsrunde für Internationale Klimaschutzstipendien

 Junge Führungskräfte aus Schwellen- und Entwicklungsländern können sich ab sofort um ein Internationales Klimaschutzstipendium bewerben. Bewerbungen sind bis zum 1. März 2021 möglich.

Bis zu 20 junge Klimaexpert*innen aus außereuropäischen Schwellen- und Entwicklungsländern, die bereits über erste Berufs- und Führungserfahrung in diesem Feld verfügen, können in der nächsten Runde gefördert werden. Die Bewerber*innen können sich mit natur- und ingenieurwissenschaftlichen, rechtlichen, wirtschaftlichen, gesundheitsbezogenen oder gesellschaftlichen Fragestellungen des Klimawandels beschäftigen.

Gemeinsam mit einer Gastgeberin oder einem Gastgeber werden sie in Deutschland für einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren an einem eigenen forschungsnahen Projekt im Bereich Klimaschutz arbeiten. Stipendienbeginn ist der 1. März 2022. Die Stipendien werden aus Mitteln der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums finanziert.

Von Abwasserchemie bis Städtebau

Seit 2010 hat die Alexander von Humboldt-Stiftung bereits über 170 Nachwuchsführungskräfte aus mehr als 50 Ländern im Internationale Klimaschutzstipendienprogramm gefördert. Sie stammen unter anderem aus Ägypten, Bolivien, Fidschi, Guinea-Bissau, Honduras, Malawi, Sambia und Tadschikistan. Auch fachlich sind die Internationalen Klimaschutzstipendiat*innen sehr divers. So gab es bereits Fachleute die sich mit Klima- oder Biodiversitätsaspekten im Zusammenhang mit Abwasserchemie, Fernerkundung, Handelsrecht, Meteorologie, Ökologie und Städtebau beschäftigten.

Sofja Kovalevskaja-Preise 2020 vergeben

 Acht internationale Nachwuchswissenschaftler*innen erhalten je bis zu 1,65 Millionen Euro Preisgeld und bauen damit in Bochum, Gießen, Heidelberg, Leipzig, Mainz, München, Oberpfaffenhofen und Tübingen eigene Arbeitsgruppen auf.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung zeichnet acht internationale Nachwuchswissenschaftler*innen im Alter von 29 bis 36 Jahren mit einem der höchstdotierten Wissenschaftspreise Deutschlands aus: Die Preisträger*innen erhalten je bis zu 1,65 Millionen Euro.
Mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis bekommen die Nachwuchswissen-schaftlerinnen und -wissenschaftler in einer frühen Phase ihrer Karriere Risikokapital für innovative Projekte. Sie forschen bis zu fünf Jahre lang an deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen und bauen eigene Arbeitsgruppen an ihren Gastinstituten auf. Der Preis wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Am 11. und 12. November wird ein virtuelles Netzwerktreffen für die neuen Preisträger*innen und ihre Gastgeber*innen stattfinden. Dabei können Fachthemen diskutiert und Erfahrungen zum Forschungsstandort Deutschland ausgetauscht werden. Medienvertreter*innen, die sich für Interviews interessieren, können die Preisträger*innen am 11. November zwischen 14.45 Uhr und 18.00 Uhr in individuellen Chat-Räumen treffen. Wenden Sie sich bitte an presse(at)avh.de und Sie erhalten einen entsprechenden Zugang.
Eine feierliche Preisverleihung soll im November 2021 in Berlin nachgeholt werden.

Die neu ausgewählten Preisträger*innen, ihre Herkunfts- und letzten Aufenthaltsländer, ihre Fachgebiete sowie ihre Gastinstitute sind:

Marcia de Almeida Monteiro Melo Ferraz: Künstliche Befruchtung verbessern
Brasilien/ USA, Zell- und Entwicklungsbiologie, LMU München, Lehrstuhl für Molekulare Tierzucht und Biotechnologie

Danila Barskiy: Neue Wege zu erschwinglicheren Magnetresonanz-Untersuchungen
Russland/ USA, Physikalische Chemie, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Physik, Arbeitsgruppe Quanten-, Atom- und Neutronenphysik (QUANTUM)

Agnieszka Golicz: Komplexe Pflanzengenome entschlüsseln
Polen/ Australien, Pflanzenzüchtung, Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung I

Gregory Maurice Green: Eine 3D-Karte unserer Milchstraße
Kanada/ USA, Astrophysik, Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg, Abteilung Galaxien und Kosmologie

Anna-Lena Horlemann: Daten quantensicher verschlüsseln
Deutschland/ Schweiz, Mathematik, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Oberpfaffenhofen, Institut für Kommunikation und Navigation

André F. Martins: Den Tumor verstehen
Portugal/ USA, Bildgebungsverfahren, Eberhard Karls Universität Tübingen, Universitätsklinikum, Abteilung für Präklinische Bildgebung und Radiopharmazie

Mar Rus-Calafell: Psychotische Symptome bei Jugendlichen
Spanien/ Vereinigtes Königreich, Psychologie, Ruhr-Universität Bochum, Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit (FBZ)

Torben Schiffner: Computergestützte Impfstoffentwicklung
Deutschland/ USA, Strukturelle Biologie, Universität Leipzig, Institut für Wirkstoffentwicklung


Weitere Informationen zum Sofja Kovalevskaja-Preis finden sie hier

Die Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 30.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 140 Ländern – unter ihnen 55 Nobelpreisträger.

https://www.humboldt-foundation.de/entdecken/newsroom/sofja-kovalevskaja-preise-2020-vergeben


Traumjob Influencer?!

 




FWU-Medium mit Comenius EduMedia Medaille 2020 ausgezeichnet München im September 2020. Schön und vermeintlich makellos: Jeden Tag sehen sich Jugendliche mit der scheinbar vollkommenen Welt von Influencern konfrontiert. Diese Perfektion hat Auswirkungen – vor allem auf die Identitätsbildung der Heranwachsenden und auf ihr Selbstbewusstsein. Es geht um Kleidung, Make-up, technische Gadgets und Urlaubsorte, aber auch um das Aussehen an sich. Immer stärker wird der Wunsch der Generation Z, das eigene Leben anhand der Vorbilder im Netz zu inszenieren. Das ist nur einer der Gründe, warum immer mehr Firmen die Netz-Stars dazu nutzen, ihre Produkte geschickt zu vermarkten. Ein weiterer Vorteil: Insta-Stories und Youtube-Tutorials lassen die Grenzen zwischen Social-Media-Realität und Werbung verschwimmen, denn diese ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Die mit der Comenius EduMedia Medaille 2020 ausgezeichnete Produktion „Traumjob Influencer?!“ vom FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht zeigt, was Influencer eigentlich sind, wie sie ihr Geld verdienen und wie sie ihre Follower beeinflussen. Der in 4 Sequenzen unterteilte Film enthält zusätzlich 7 Grafiken sowie 10 Arbeitsblätter als Word-Dokument und PDF. Geeignet ist er für die Jahrgangsstufen 8 bis 13.

Kurzprofil: Als gemeinnützige Gesellschaft der 16 Länder der Bundesrepublik Deutschland handelt das FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht im Auftrag der Bildung. Seit der Gründung im Jahr 1950 orientiert sich das Angebot des FWU an aktuellen Erkenntnissen der Pädagogik und Medientechnik und ermöglicht Schülerinnen und Schülern einen erfolgreichen Wissenserwerb. Neben der Produktion von lehrplanzentralen, didaktischen Medien für den Schulunterricht ist das FWU insbesondere auf Dienstleistungen spezialisiert, die den Digitalisierungsprozess im schulischen Bereich fördern. Das Medieninstitut der Länder beteiligt sich am Auf- und Ausbau einer länderübergreifenden Bildungsmedieninfrastruktur und an der ständigen Weiterentwicklung webbasierter, interaktiver Bildungsmedienangebote. Das Institut blickt auf eine über 70-jährige Geschichte zurück. Eine Geschichte, die Kompetenz unterstreicht und zu Innovationen verpflichtet. Weitere Informationen unter: FWU